Über Stock und Stein
- Dana

- 2. Jan. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Die erste Wanderung des Jahres, sollte etwas leichtes werden. Halt easy zu gehen und nur ein paar Kilometer lang. Soweit der Plan. Also bei komoot eine passende Strecke in der Nähe raus gesucht und da stand "leicht" - 7 km lang - am Ochsenkopf. Das klang perfekt und Andrea und ich haben beschlossen: Das wird der Auftakt des Jahres. Aber es kam anders......
Ich hatte Kira dabei - die Hündin, die mich am meisten herausfordert. Sie ist eher unsicher und bellt auch gerne und laut mal, wenn ein anderer Hund oder Mensch vorbei kommt. Aber hey: Wer ist schon so doof und wird genau zur selben Zeit genau den selben Wanderweg nehmen wie wir? Antwort: Viele ^^

Erstmal zum Wanderweg generell:
So eine wunderschöne Natur. Der weiße Main schlängelt sich entlang des Wanderweges und man ist fern ab jeglicher Straßen und Zivilisation. Die Hunde konnten toben, schwimmen und die Umgebung entdecken. Bis die ersten Wanderer um die Ecke kamen. Wir sind natürlich vorbildliche Hundehalter und haben unsere gleich angeleint. Rücksicht sollte nie ein Fremdwort sein. Ein paar nette Worte gewechselt und weiter ging es. Bergauf. Auf Felsen. Und Wurzeln. Von Wegen keine Spur. Ob wir da überhaupt richtig sind?

Mussten wir aber wohl, denn es kam noch ein Wanderer und noch ein Pärchen mit Hund. Mein schlimmster Albtraum. Kira und ein anderer Hund - auf schmalem Weg ohne die Möglichkeit auszuweichen. Na ganz Prima. Kira lieferte auch großes Kino. Sie hat gebellt und ihr Benehmen mal ganz vergessen. Gut nur, dass ich sie um den Bauch gebunden hatte. Das macht es mir leichter. Ok - Schweiß von der Stirn gewischt, kurz den anderen einen Vorsprung geben und weiter gings. Bergauf. Über Wurzeln. Klatschnassen moorastigen Boden und glitschigen Felsen.

"Einfach" - pfft - das ich nicht Lache. Hab ich in dem Moment jedenfalls nicht. Also gelacht meine ich. Aber zwei Pausen gemacht. Kurze zwar - aber ich habe geschnauft wie eine Dampflok. Wie war das mit der Kondition? Ach ja - ich hab keine. Da war ja was. Deswegen ja extra ein einfacher Wanderweg.
Also na jedenfalls haben wir dann mit komoot umdisponiert. Denn am Ochsenkopf gibt es durchaus auch einfache Wanderwege, extra für den Winter. Breit, befestigt und man kann sie ohne Bergsteigerausrüstung bestreiten. Gelaufen sind wir dann so weiter:

Breite Wege - wunderbar einsehbar. Das war dann wirklich einfacher. Und ich muss Kira auch mal loben. Denn wenn ich sie gerufen habe, kam sie immer sofort. Sie hat mir über die felsigen Passagen geholfen und war wirklich ein ganz braver Hund.

Weil wir aber nicht mit den Hunden direkt laufen wollten, wo sich die Kinder beim Schlitten fahren vergnügt haben sind wir dann wieder auf den ursprünglichen Weg zurück gekehrt. JA - Schlitten gefahren. Sieht man auf den Bildern Schnee? Nein! ^^ Aber der Ochsenkopf wird im Winter mit Kunstschnee versorgt, so dass jedermann bei 10 Grad noch rodeln kann. Ein Hoch auf den Klimaschutz oder so. Aber ich schweife ab. Wo war ich? Ach ja - unser ursprünglicher Wanderweg: Bergab ist ja doch einfacher. Auch wenn es rutschig und voller Wurzeln war, sind wir alle auf jeden Fall wieder gut beim Auto angekommen.
Schön wars. Nass wars. Rutschig wars. Und was lerne ich daraus? Die nächste Route, die ich raus suche, wird "schwer" - vielleicht ist das dann einfacher. Wer weiß das schon. Und irgendwann habe ich auch die Kondition, um dann darüber zu lachen.





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